Die Bergwerkskapelle

Eine Bergwerkskapelle ist erstmals auf einem von Hauzeur um 1729 gefertigten Riss des Bergwerks dargestellt.

Diese Zeichnung diente keineswegs einer genauen Darstellung des Bergbau-betriebes. Sie war lediglich einer Bittschrift, die an den Kurfürsten von Trier wegen Überlassung von Wasserrechten zur Errichtung von Pochwerken gerichtet war, als Unterlage beigefügt.Die Beschriftung in der Zeichnung bei der Kapelle lautet: „Kapelle, die Herr Hauzeur am Linsenberg hat erbauen lassen“ und im Textteil zur Zeichnung unter A heißt es: „Von Herrn Hauzeur erbaute Kapelle, wo die Bergleute vor Arbeitsbeginn täglich von vier bis fünf Uhr morgens beten.“

Einen weiteren Hinweis auf die Existenz der Bergwerks-Kapelle ist in einem Lagerbuch der Pfarrei Düppenweiler zu finden. Hier ist folgendes verzeichnet: „Zwey Leuchter vom Düppenweiler Berg-Werk, Kupfer, dunkelgelber Farbe, kamen aus der Berg-Werks-Kapelle anno 1730 in die Pfarrkirche von Düppenweiler.“ In der Karte von Hauzeur sind alle Häuser, Stollen und Schächte sowie die Bergwerks-Kapelle, die Dorfkirche und die Kirchenruine im zerstörten alten Dorf (Oberweiler) jeweils einheitlich dargestellt, so dass sich hieraus nur bedingt Rückschlüsse auf die Gestaltung und Ausführung der Bergwerks-Kapelle ziehen ließen.

Der Förderverein Kupferbergwerk Düppenweiler entschloss sich daher, die Kapelle nach anderen historischen Vorbildern als Holzblockbau auszuführen und mit der damals üblichen Dacheindeckung, den Bieberschwanz-Tonziegeln, zu versehen. Das Glockentürmchen ist in Bezug auf den hiesigen Bergbau ganz in Kupfer gefasst. Die Bauarbeiten wurden vom Forstamt der Gemeinde ausgeführt. Das Glöckchen wurde am 23. November 1995 in der Glockengießerei Mabilon & Co in Saarburg gegossen. Glockenweihe war am Barbaratag, dem 4. Dezember 1995, in der kath. Pfarrkirche St. Leodegar in Düppenweiler. Die Bergwerkskapelle wurde am 8. Dezember 1995 durch Pater Siegfried Elbert eingesegnet.